Am Montag, 07.08.17, um 5.00 Uhr verlassen wir Langör in Richtung Süden.
Herrliches Segeln bei Sonnenaufgang. Das Schiff läuft gut, kaum Welle und wir sind allein, soweit das Auge reicht.
Leider währt das Vergnügen nur ca. 2 Stunden.
Roesnaes Puller zeigt sich wieder einmal als das Kap Hoorn des Großen Beltes.
Plötzlich tauchen erstaunliche Wellen auf, gleichzeitig treffen sich mehrere Großschifffahrtslinien, der Wind nimmt zu und dreht noch ein wenig gegen uns.
Auf Höhe Kerteminde zeigt sich, wie kleine Nachlässigkeiten an Bord sich zu unangenehmen Situationen verdichten können. Das neue Vorluk war uns schon bei Antritt der Reise suspekt und der Unterliekstrecker des Großsegels war ein Provisorium.
Bei Zunahme der Wellen an der Kreuz stand wegen schwerer Seen das Vordeck praktisch ständig unter Wasser und die Vorluke entpuppte sich als ungefähr so dicht, wie ein Melitta-Filter. Horizontales Wasser schoss bei jeder Welle bis in den Salon. Vorschiff und Betten waren komplett durchnässt. Während wir leise fluchend versuchten, die Situation zu bereinigen, löste sich der Unterliekstrecker, riss auch gleich noch den Schothornrutscher aus der Nut und wir fanden uns wieder mit patschnassem Schiff, unkontrolliert flatterndem Großsegel, riesigen Wellen, Wind von 5-6 auf die Nase und extrem schlechter Laune an Bord.
Die Schäden so weit in den Griff bekommen humpelten wir bei weiter zunehmenden Seegang durch die Belt-Brücke und kamen total erledigt in Korsör an.
Notwenige Einkäufe im zwei Kilometer entfernten Brugsen erledigt, Spaghetti gekocht und schlafen gegangen.
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