Bei Einbruch der Nacht stehen wir kurz vor Roesnaes Puller, wo wie immer eine gemeine Welle steht und sich alle Großschifffahrtslinien treffen. Die Nacht ist lang, zäh und kalt. Wir haben raum bis achterlichen Wind mit einer enormen Welle. Die Hälfte der Besatzung legt sich mit Reisetabletten ins Bett, der Steuermann hält sich mit mit abwechselnden Einheiten von Kaffee, Zigarillos und Jägermeister einsatzfähig.
Über Sejerö erreichen wir bei Tagesanbruch Sjaellands Rev. Über Nacht hat es aufgeklart, wir konnten teilweise sogar nach Sternen steuern, der Wind hat abgenommen und wir waren in dieser Zeit relativ langsam.
Bei Sonnenaufgang haben wir bestes Wetter, mässiger Halbwind und wir schaffen nicht mehr als 5 kn. Ziemlich geschafft nach der Nacht liegen jetzt noch 38sm vor uns. Die letzten Meilen werden zäh, aber wir kämpfen uns durch und erreichen Anholt gegen 12.30 Uhr.
Der Hafen ist rammelvoll aber gerade als wir in die Boxengasse fahren, wird ein Platz frei. Trotz der Übermüdung klappt der Anleger mit Bojenhaken bravourös. Wir sind fest und feiern uns nach 145 sm mit Hotdog und Bier.
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