Um 6.00 Uhr sind
wir heute Morgen aus der Marina Assens gestartet. An Schlaf war bei dem Lärm im
Hafen sowieso nicht zu denken. Der einzig vorhandene Wind kam wieder direkt von
vorn, d.h. ein neuer Tag unter Maschine. Lause kalt, Sonne war nicht auszumachen,
kein Wunder, war ja auch erst 6.30 Uhr. Das erklärt und entschuldigt das
Verfehlen einer wichtigen grünen Tonne – diesig eben! Bei klassischer
Navigation ohne Plotter sitzt man da schnell einmal auf 0,9 Meter, wenn man
nicht Glück hat und vorher durch große Fischreusen gestoppt wird. Fehler wurde
rechtzeitig erkannt, Kurs korrigiert, alles gut.
In der großen
Breite kurz vor Middelfart baute sich dann doch eine recht unangenehme Welle
auf, aber es wurde zumindest langsam wärmer. Gleich hinter der großen Brücke
vor Fredericia wurden wir plötzlich und unangenehm auf das Fehlen der so
wichtigen Anschlusskarte S8 aufmerksam. Die Crew blätterte abwechselt und
zunehmend besorgt sämtliches an Bord vorhandene Kartenmaterial durch.
Fehlanzeige! Die Schuld war bald verteilt: Der NV Verlag hatte uns um ein Blatt
betrogen. Da unser vorhandenes Kartenmaterial
nur noch maximal eine halbe Meile reichte, liefen wir im Sporthafen Fredericia
ein, um die Situation in Ruhe zu besprechen. Noch einmal alle Karten gemeinsam
durchgeschaut und festgestellt, dass die S8 jeder Logik zum Trotze die
Rückseite der S1 bildet, welche wir praktisch dauernd in Benutzung haben und
sogar zweimal an Bord führen. Leinen los, auslaufen, weiter Richtung Bogense.
Insgesamt fanden
wir den kleinen Belt fast ebenso spannend wie die Müritz und werden
wahrscheinlich ebenso häufig zurückkehren. Nämlich gar nicht. Aber dies ist
selbstverständlich Geschmacksache. Uns ist das Ufer zu dicht, Besiedelung zu
stark, zu wenig Weite, kein Dünengras und insgesamt zu viel Laubwald.
Welch eine Wohltat
dagegen ist Bogense…..
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