Walkmaer

Walkmaer

Samstag, 15. August 2015

Meuterei auf der Walkmaer und Schweine am Strand

6.00 Uhr....... Geplant ist die Strecke Bogense - Kerteminde, so schön wie es hier ist, können wir einen Tapetenwechsel gebrauchen. Die Wetteraussicht verspricht einen relativ schönen Tag, ausser in der Zeit von 6.00 bis 11.00 Uhr. Wir laufen gegen 6.30 Uhr aus. Der beginnende Regen steigert sich auf dem Weg zur Hafenausfahrt zunehmend und bereits eine halbe Meile auf See haben wir Schauerboen, praktische Nullsicht und direkt vor uns zacken erste Blitze interessante Muster in den pechschwarzen Himmel.

 " Ich möchte umdrehen!"
" Ich denke es ist nur eine Husche, ist gleich vorbei, die Front zieht vor uns durch".
"Warum blitzt es dann auch hinter uns?.... Und neben uns ! Was kommt uns da für ein Schiff entgegen?"
"Das ist der 45 - Fuss Brite, der kurz vor uns ausgelaufen ist".
" Wenn der Angst hat, darf ich auch Angst haben."
" Ok, wir drehen um. Siehst du die Ansteuerungstonne der Hafeneinfahrt? "
" Nein, man sieht gar nichts... "

Zehn Minuten später durchqueren wir die Hafeneinfahrt wieder und drehen noch zwei Runden im Hafenbecken, um zu sehen, ob die Husche nicht wirklich schon vorbei ist. Als aber in kurzer Folge zwei weitere Blitze unweit des Hafenmeisterbüros einzuschlagen scheinen, sind wir zwei Minuten später wieder fest in unserer alten Box.

Alles klatsch nass und trübe, braten wir uns Eier mit Speck und frühstücken erst einmal ausgiebig. Gegen 10.00 Uhr wird es deutlich freundlicher und nach kurzer Krisensitzung wird gegen den ausdrücklichen Willen der ersten Steuerfrau wieder ausgelaufen. Das Wetter jetzt deutlich besser. Auf die Nordspitze von Aebelø haben wir einen guten Am-Wind-Kurs, kaum Welle. Da wir Kerteminde wahrscheinlich erst gegen Abend nach anstrengender Kreuzerei erreichen würden, beschloss der Kapitän das Ankern im Windschatten von Aebelø. Bei der vorsichtigen Ansteuerung des vorgesehenen Ankerplatzes fragte die patente Bordfrau, " sind das da alles Vögel am Strand"?

" Nein, das sind Steine."
" Schweine, nee, dann will ich da nicht hin"

Um 12.30 Uhr fällt der Anker auf vier Meter Tiefe und wir liegen ruhig vor der malerischen Insel.



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