Die Geschwindigkeit ist gleichbleibend gut mit um die 6 kn. Die See ist leider etwas ruppig und die patente Bordfrau opfert Neptun.
Kurz vor Albuen dreht der Wind südlich und wir bekommen ihn nun fast genau von hinten mit der gleichbleibend unangenehmen See. Schmetterlingsversuche geben wir auf. Durch die Wellen können wir den exakt geforderten Kurs für dieses Manöver nicht halten. Leider ist das Vorsegel zu klein, um es alleine stehen zu lassen.
Wir drehen es weg und fahren unter Groß allein, stramm mit einem Bullenstander gesichert; rauschen die Wellentäler mit bis zu 7,5 kn runter und versuchen die drohenden Sonnenschüsse abzufangen. Kein schönes Segeln aber wir sind schnell.
An der Nordspitze von Lolland drehen wir ab auf ca. 70° und hoffen auf einen Raumschotkurs, aber seltsamerweise dreht der Wind mit und das Spiel geht weiter. Beim letzten Mal auf dieser Strecke konnten wir nur durch ein Manöver des letzen Augenblicks den großen Fischzuchtanlagen ausweichen. Diesmal waren wir gewarnt und bleiben gut frei. Vor Vejrö liegen einige ebenso wichtige wie schlecht zu erkennende Untiefentonnen, auf die wir jetzt mit 7 kn und wild schwoiend zu rasen ohne sie wirklich zu sehen.
Am Ende geht alles gut. Als wir kurz vor der Hafeneinfahrt noch einmal mit der Nase in den Wind müssen, um das Großsegel zu bergen, merken wir erst, mit was für Windgeschwindigkeiten wir hier zu tun hatten. Um 16.30 sind wir fest auf unser Lieblingsinsel. Nun kann der Urlaub wirklich beginnen.
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