Walkmaer

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Samstag, 13. August 2016

Von Stege nach Praestö

Freitag, 12.08.16, 0700 Uhr Abfahrt von Stege mit Ziel Praestö. Angekündigt ist ein fast windstiller Tag. Der nächste Tag soll bereits wieder Wind von weit jenseits 20 kn erreichen und wir haben uns Praestö ausgesucht, um sicher zu liegen und den Wind abzuwettern. 

Der Morgen ist mal wieder lausekalt und wieder vermissen wir Handschuhe an Bord. Unfasslich für August! Der Bogoestrom öffnet sich hier in Richtung der Faxebucht wie ein Flussdelta. Weitläufig, aber extrem flach und nur mit Vorsicht zu navigieren. Die wenigen Seezeichen gehen komplett unter in einem Meer von Reusen-und Netzfahnen. Wir schauen besorgt auf das Seegras, da wir keinen Seewasserfilter haben. Kurz hinter Stege passieren wir Lindholm, eine verbotene Insel. Hier befindet sich die tiermedizinische Versuchsanstalt für Maul- und Klauenseuche. 





Zusammen mit dem diesigen Morgen ergibt sich eine etwas gruselige Atmosphäre. 

Der Wind ist tatsächlich komplett eingeschlafen und wir motoren die Tonnenwege entlang, die recht weit in die Faxebucht hineinreichen, bevor wir in Richtung Nordwest und dann später West auf die Einfahrt zum Praestö-Fjord zuhalten können. 

Die Einfahrt sieht auf der Karte dramatischer aus, als sie am Ende wirklich ist. Optisch wirkt es ein bisschen wie auf der Schlei. Beim Einlaufen steht sofort ein netter Hafenmeister auf dem Steg und weist uns einen perfekten Platz, mit dem Bug zum Wind und bestens hinter einer riesigen Steinmole geschützt, zu. 





Als schöne Zugabe liegen wir praktisch direkt am Havnekontor und somit auch direkt unter dem WLan-Router. 




                 



Praestö erweist sich als charmanter, typisch dänischer Ort. Im Gegensatz zu vielen Städten auf Lolland scheint hier durch den Tourismus von Mön die Landflucht und Verödung der Orte verhindert worden zu sein. Die Häuser sind alle sehr gepflegt, modernisiert ohne das Ursprüngliche zu verlieren und die Geschäfte sind deutlich stillvoller. Es gibt viele Kunsthandwerker und Galerien sowie Antiquitätenläden.







Am Hafen, der sich durch alte Lagerhäuser noch einen sehr ursprüngliches Bild bewahrt hat, finden sich erstaunliche viele "coole" Restaurants und Bistros. Zur Zeit wohl durch das Ende der dänischen Ferien schon wenig besucht und teilweise geschlossen, aber immerhin!





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